Schiffsbeteiligungen bzw. Schiffsfonds – Teil 1
Aufgrund der geringeren Sparerfreibeträge müssen Kunden damit rechnen, dass Steuern auf die Kapitalerträge berechnet werden. Es werden daher alternative Geldanlagen gesucht. Eine mögliche Anlagemöglichkeit ist die Anlage in Schiffsfonds (sog. Schiffsbeteiligung).
Schiffsfonds als geschlossener Fonds
Der Schiffsfonds gehört zu den geschlossenen Fonds. Innerhalb eines Zeichnungszeitraumes, dem sog. Zeitraum der Platzierung, wird von den Kapitalanlegern Geld gesammelt. Dieses Geld wird in ein Projekt der Schifffahrt investiert. Beispielsweise kann man mit diesem Geld ein Schiff kaufen der bauen.
Was kann erworben werden?
Es werden normalerweise Containerschiffe erworben. Ihre Erträge im Transportwesen stellt die Ausschüttung des entsprechenden Fonds dar. Selbst der Kauf eines Luxusliners ist möglich. Sobald entsprechend viel Geld für den Erwerb bzw. Kauf zusammen ist, wird der Schiffsfonds geschlossen.
Kauf von Anteilen nach der Schließung des Fonds
Unter gewissen Voraussetzungen kann man Nachkäufe machen. Sollte beispielsweise ein Anteilseigner seine Anteile vom Fonds auf dem Zweitmarkt verkaufen, kann man nachträglich Anteile vom geschlossenen Schiffsfonds erwerben. Die möglichen Geldanleger sollten sich hier das Konzept der Anlagegesellschaft gut durchlesen sowie Risiken und Chancen abwägen.
Anteilseigner als Kommanditist
Normalerweise wird ein Schiffsfonds von einer Gesellschaft mit der Rechtsform der GmbH & Co. KG ausgegeben. Der Anteilseigner wird beim Erwerb einer Schiffsbeteiligung automatisch zu einem Kommanditist der Gesellschaft. Deshalb sollte man die Anlage in einen Schiffsfonds als eine unternehmerische Investition sehen.
Die Rechte eines Kommanditisten
Allerdings kann der Kommanditist keinen Einfluss auf die Geschäftsführung ausüben. Dafür hat der Kommanditist Kontroll- und Mitwirkungsrechte. Anleger werden bei dem Kauf eines Schiffsfonds immer gefragt, ob sie als ein Kommanditist unmittelbar ins Handelsregister eingetragen werden wollen. Ansonsten kann dies ein Treuhänder für sie erledigen, wobei hier der Anleger nicht mit Namen genannt wird.
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