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Die Staatsanleihen

am 22. Dezember 2009 – 17:37Kein Kommentar
Die Staatsanleihen

Der Staat nimmt nicht nur Kredite bei den Banken auf, sondern leiht sich auch Geld von den privaten Anlegern. Dies bezeichnet man als Staatsanleihen. Sie können sowohl kurz- und mittelfristige als auch langfristige Schuldverschreibungen sein. Man handelt sie an der Börse.

Die Höhe des Zinssatzes

Für diese Anleihen vergibt der Staat einen fixen Zinssatz. Dabei richtet sich die Höhe des Zinssatzes nach der Bonität des jeweiligen Landes. Diese maßgeblichen Bewertungen werden von Rating-Agenturen (z. B. Moody’s) vergeben.

Die Sicherheit bei den Staatsanleihen

Ob man die Staatsanleihen als sicher bezeichnen kann, hängt davon ab, ob ein Staat insolvent gehen kann. Beispielsweise steht Deutschland als ein recht sicherer Staat da. Somit sind die deutschen Staatsanleihen eine sehr sichere Geldanlage.

Höhere Zinssätze bei wirtschaftlich schwächeren Länder

Die wirtschaftlich schwächeren Länder locken mit relativ hohen Zinsen. Schließlich gehen die Anleger ein wesentlich höheres Risiko ein. Allerdings haben sie auch die Chance auf eine wesentlich höhere Rendite. Länder mit einer sehr guten Bonität (z. B. Industriestaaten besitzen die beste Bewertung AAA) zahlen allerdings nicht sehr hohe Zinsen.

Die Risiken bei einer Staatsanleihe

Die Liquidität eines Staates ist das Risiko, das man bei den ausländischen Ländern eingeht. Sowohl die Tilgung des Kapitals als auch die Zinszahlungen sind sicher, sofern auch der Staat solvent ist. Ferner kann das Währungsrisiko hinzukommen. Einige Anleihen sind nämlich in einer anderen Fremdwährung notiert.

Keine dauerhafte Zahlungsfähigkeit eines Staates

Bei der Zahlungsfähigkeit eines Staates gibt es jedoch keine Garantie, dass das Land – selbst ein Industriestaat – immer solvent bleibt. Sollte ein Land dennoch in eine wirtschaftliche Schieflage kommen und Insolvenz anmelden muss, so werden die Schuldverschreibungen nicht mehr bedient. Somit sind sowohl die Zinszahlungen als auch zum späteren Zeitpunkt die Tilgung des investierten Kapitals erheblich gefährdet. Die Zahlungsunfähigkeit für Deutschland gilt selbst während der Finanzkrise als nicht sehr wahrscheinlich.

Steigendes Vertrauen in Staatsanleihen

Dabei kann sogar das Vertrauen in Staatsanleihen ansteigen. In recht turbulenten Börsenphasen bzw. Finanzkrisen werden sehr häufig Staatsanleihen erworben. Sie gelten nämlich im Gegensatz zu den restlichen Wertpapieren als sehr sicher.

Anleihen von Bundesstaaten

Nicht nur der Bund emittiert Anleihen, sondern auch die einzelnen Bundesstaaten. Diese zwei haben eine sichere Einstufung. Jedoch bekommen die Anleger bei den Anleihen der Länder eine Rendite, die bis zu einem Prozentpunkt höher ist. Dies rechnet sich natürlich bei höheren Anlagebeträgen oder auf die Laufzeit gesehen.

Bewertung von Bundesstaaten durch die Rating-Agenturen

Die Länder bekommen von den Rating-Agenturen häufig die Bonitätsnote AA-. Die Rating-Agenturen schätzen mit dieser Bewertung die Solvenz der Länder ein wenig geringer ein als die Zahlungsfähigkeit des Bundes, die mit AAA bewertet wurden. Allerdings hat diese Bewertung vielmehr einen theoretischen Hintergrund. Der Bund würde es schließlich nicht zulassen, dass ein Bundesstaat insolvent geht und die Verbindlichkeiten nicht tilgen kann.

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