Credit Default Swaps im Blickfeld der Politik
Die Politik visiert nun die Credit Default Swaps (CDS) an. Schließlich haben sie allen Grund dazu. Denn das Geschäft mit dem Risiko kann sich nämlich sehr gefährlich auswirken, sofern sich die CDS von einem Absicherungsinstrument zu einem Spekulationsinstrument verwandeln.
Die Diskussion bei den Politikern
Der amerikanische Notenbankchef Ben Bernanke versprach dem Senat, den risikoreichen Handel gegen die Staatsanleihen aus Griechenland näher untersuchen zu lassen. Selbst die französische Wirtschaftsministerin Christine Lagarde regte an, dass man die riskanten Kreditausfallversicherungen ganz und gar verbietet. Jetzt will Finanzminister Wolfgang Schäuble lediglich überprüfen, wie man die Kontrolle des Handel mit den CDS verbessern kann. Er möchte die Kreditausfallversicherungen nicht abschaffen.
Das einfache Prinzip des Kreditgeschäfts
Warum sollte man es nicht machen, denn die Welt kam bislang auch ohne die CDS klar. Schließlich funktioniert das Kreditgeschäft im Prinzip ganz einfach: das Risiko der Insolvenz des Emittenten ist in jeder Anleihe enthalten. Man kann den Preis für dieses Risiko an der Anleiherendite sehen. Denn es ist die Differenz zur 100% sicheren Zinsanlage.
Wie die CDS funktioniert
Dieser Unterschied wird von den CDS abgebildet und diese Berechnung ist relativ einfach. Allerdings ist diese Aufspaltung sehr gefährlich. Letztendlich steht die Rendite der Anlage im direkten Verhältnis zum Risiko der Anlage. Sobald man jedoch diese zwei Teile nicht abhängig voneinander handelbar macht, so zerfällt das Grundgesetz des Kapitalmarkts.
Die gefährlichen Auswirkungen beim Handel mit den CDS
Credit Default Swaps stehen für das Geschäft mit dem Risiko. Jedoch kann sich dieser Handel gefährlich auswirken. Diese Gefahr kommt nämlich dann vor, sobald die Banken mit den CDS sowohl eine Absicherung gegen Risiken durchführen als auch damit nur aus purem Selbstzweck Spekulationen machen.
Der Effekt bei den griechischen Staatsanleihen
Momentan kann man diesen Effekt bei den Staatsanleihen aus Griechenland sehen. Riskante Investoren erwerben für wenig finanzielle Mittel zahlreiche CDS, welche sie gegen die Insolvenz von Griechenland absichern sollen, ohne dabei selbst Anleihen von Griechenland zu bekommen. Die Folge ist, dass die Anleihekurse des jeweiligen Schuldners sinken.
Investoren von CDS können sehr stark profitieren
Genau diese Investoren, welche die CDS haben steigen lassen, besitzen nun sämtliche Trümpfe in der eigenen Hand. Schließlich können diese Investoren die jeweiligen Anleihen für wenig Geld erwerben und die eigenen CDS mit einem hohen Erlös veräußern. Anschließend kann man sich an den hohen Renditen der erworbenen Zinspapiere freuen. Am Ende kann man ganz in Ruhe über die nächsten Spekulationen nachdenken – womöglich Staatsanleihen von Irland oder Spanien?
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